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Körperformung

Warum ein starker Beckenboden mehr ändert als gedacht

Kurz gesagt

Der Beckenboden ist eine Muskelgruppe wie jede andere: Er lässt sich trainieren, und er lässt nach, wenn man ihn nicht fordert. Er trägt die Organe im Becken, ist an der Haltung beteiligt und arbeitet mit der tiefen Bauch- und Rückenmuskulatur zusammen. Beschwerden gehören ärztlich abgeklärt, bevor man selbst etwas ausprobiert.

Der Beckenboden ist die Muskelgruppe, über die am wenigsten gesprochen wird — und die bei sehr vielen Frauen irgendwann Thema wird. Meistens spät, meistens leise, meistens erst dann, wenn Niesen, Lachen oder Laufen unangenehm werden.

Was er tut

Er liegt wie eine Schale im Becken und trägt, was darüber liegt. Er hält, öffnet und schließt, und er arbeitet dabei nicht allein: Zusammen mit der tiefen Bauchmuskulatur, dem Zwerchfell und der Rückenmuskulatur bildet er das, was die Mitte des Körpers stabil hält.

Deshalb ist er nicht nur für Kontinenz zuständig. Er ist an Haltung beteiligt, an Rückengesundheit und daran, wie stabil du dich beim Heben, Tragen und Aufstehen fühlst.

Wann er nachlässt

Nach Schwangerschaften und Geburten. Der häufigste Anlass, und der bekannteste.

Mit den Jahren. Wie jede Muskulatur, wenn sie nicht gefordert wird.

Bei viel Sitzen. Wiener Bürotage sind für den Beckenboden kein Training.

Bei chronischem Husten, schwerem Heben, starkem Übergewicht. Alles, was dauerhaft Druck von oben erzeugt.

In den Wechseljahren. Die hormonelle Veränderung wirkt sich auch auf Bindegewebe und Muskulatur im Becken aus.

Was zuerst passieren sollte

Bevor du selbst etwas ausprobierst: Wenn du Beschwerden hast — ungewollter Harnverlust, ein Druck- oder Fremdkörpergefühl, Schmerzen —, dann gehört das gynäkologisch abgeklärt. Nicht, weil es dramatisch wäre, sondern weil es dafür Diagnosen und wirksame Behandlungen gibt, und weil Beckenbodenphysiotherapie in vielen Fällen der richtige erste Schritt ist.

Das ist eine ärztliche und therapeutische Angelegenheit, und wir sind weder das eine noch das andere. Wir sagen das lieber deutlich, als so zu tun, als könnten wir das ersetzen.

Was man selbst tun kann

Wahrnehmen lernen. Die meisten Frauen haben nie gelernt, diese Muskeln bewusst anzusteuern — und aktivieren beim Versuch stattdessen Gesäß und Bauch. Eine einzige Stunde bei einer Physiotherapeutin, die zeigt, wie es sich richtig anfühlt, ist mehr wert als hundert Wiederholungen daneben.

Regelmäßig, nicht viel. Kurz und täglich schlägt lang und selten.

Im Alltag mitdenken. Vor dem Heben anspannen. Beim Niesen kurz aktivieren. Das kostet keine zusätzliche Zeit.

Nicht pressen. Weder beim Training noch am Klo. Druck nach unten ist das Gegenteil von dem, was helfen soll.

Wo der POWERchair dazupasst

In unserem Studio in 1030 Wien steht ein POWERchair. Du sitzt vollständig bekleidet auf einem Sessel, der mit elektromagnetischer Muskelstimulation arbeitet, zwanzig Minuten lang. Für viele ist das der Einstieg, weil es kein Umziehen braucht, nicht anstrengend ist und man sich nicht überlegen muss, ob man richtig anspannt.

Zur Einordnung, so deutlich wie sie sein muss: Der POWERchair ist ein Wellness-Gerät und kein Medizinprodukt. Er ersetzt weder ärztliche Abklärung noch Therapie, und wir geben kein Heil- oder Wirkversprechen ab. Individuelle Ergebnisse können variieren.

Nicht behandelt wird bei Schwangerschaft, Herzschrittmacher, Defibrillatoren und anderen elektronischen Implantaten, metallischen Implantaten im Becken- und Hüftbereich, aktiver Thrombose, Epilepsie und während einer aktiven Krebsbehandlung. Nach einer Geburt kannst du acht Wochen danach starten, auch nach Kaiserschnitt. Bei einer Kupferspirale halten wir vor Ort kurz Rücksprache.

Warum wir überhaupt darüber schreiben

Weil das Thema unter Frauen selten offen angesprochen wird und viele glauben, sie wären damit allein. Sie sind es nicht — es ist eines der häufigsten Themen, das bei uns im Beratungsgespräch aufkommt, meistens erst am Schluss und meistens leiser.

Man muss das nicht aushalten. Es gibt gute Wege, und der erste davon führt zur Ärztin.

Wenn du das lieber persönlich besprichst

Beim ersten Termin nehmen wir uns dafür Zeit — und du bekommst deine eigenen Zahlen statt allgemeiner Aussagen.

Mehr zur Methode: POWERchair

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