Wissen
Biohacking
Biohacking ist ein großes Wort für eine kleine Idee: den eigenen Körper beobachten, statt über ihn zu rätseln. Wir messen mit dem Maßband an markierten Stellen — das ist im Grunde schon der Kern davon.
Hier sammeln wir, was sich im Alltag tatsächlich beobachten lässt: Schlaf, Regeneration, Nährstoffe. Und was nicht.
Atmung — die Stellschraube, die immer dabei ist
Langsames Ausatmen beruhigt den Kreislauf — messbar, innerhalb weniger Minuten, ohne Hilfsmittel. Entscheidend ist nicht das tiefe Einatmen, sondern das lange Ausatmen. Als Notbremse in angespannten Momenten ist das die verlässlichste Technik, die es gibt.
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Kalt duschen, Sauna, Eisbad — was davon wirklich hält
Sauna und Kälte sind angenehm, wirken auf Kreislauf und Stimmung und haben eine lange Tradition — sie sind aber kein Abnehmprogramm. Wer Herz-Kreislauf-Beschwerden hat, schwanger ist oder Medikamente nimmt, klärt beides vorher ärztlich ab.
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Licht am Morgen — die billigste Stellschraube, die es gibt
Tageslicht am Vormittag stellt die innere Uhr. Wer die ersten Stunden des Tages ausschließlich bei Kunstlicht verbringt, schläft abends schlechter ein und ist tagsüber müder. Zwanzig Minuten draußen wirken dabei mehr als jede Lampe im Büro — auch bei bedecktem Himmel.
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Messen statt raten — was am eigenen Körper wirklich etwas aussagt
Eine Waage misst alles auf einmal: Muskeln, Wasser, Knochen, den Inhalt des Darms. Der Umfang, an derselben markierten Stelle gemessen, sagt über die Form deines Körpers deutlich mehr aus. Deshalb messen wir bei der Probe-Behandlung vorher und nachher und danach in Abständen weiter.
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Was der Körper braucht, wenn dauernd Stress ist
Unter Dauerstress isst man nicht schlechter, weil man zu wenig weiß, sondern weil keine Zeit ist. Statt einer Umstellung, die nach zwei Wochen scheitert, hilft eine kleine Zahl verlässlicher Gewohnheiten: genug trinken, Eiweiß in der Früh, und nicht bis zum Heißhunger warten.
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Schlaf ist die Grundlage, nicht die Belohnung
Wer schlecht schläft, hat am nächsten Tag mehr Hunger und weniger Geduld mit sich selbst. Das ist keine Willensschwäche, sondern eine Folge von zu wenig Erholung. Deshalb lohnt es sich, beim Schlaf anzufangen — bevor du an der Ernährung schraubst.
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Der Zyklus als Taktgeber — planen statt kämpfen
Belastbarkeit, Appetit und Wassereinlagerung schwanken über den Zyklus — das ist normal und kein Zeichen mangelnder Disziplin. Wer den eigenen Verlauf ein paar Monate notiert, kann Anstrengendes in die Phasen legen, in denen es leichter fällt, statt gegen den eigenen Körper zu arbeiten.
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Uhren, Ringe, Waagen — was die Zahlen wirklich hergeben
Schritte und Herzfrequenz messen die Geräte brauchbar. Kalorienverbrauch, Schlafphasen und Körperfettanteil schätzen sie — teils mit erheblicher Abweichung. Als Anstoß zu mehr Bewegung sind sie gut, als Grundlage für Entscheidungen taugen sie nur dort, wo sie tatsächlich messen.
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